Archiv für die Kategorie: ‘Buchrezensionen’



» Gerard Donovan – Winter in Maine  

Geschrieben von Sally am Freitag, 6 November, 2009 | 298 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Julius Winsome
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 14. September 2009
Seiten:
208 Seiten
Verlag: Luchterhand
ISBN:
978-3630872728
Preis:
17,99€
Amazon.

Inhalt: Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger. Drei von ihnen erlegt er sofort – auch wenn keiner von ihnen mehr sagen kann, ob er tatsächlich Hobbes’ Mörder war.

Rezension: Also ich bin mir da ja nicht so ganz sicher. Winter in Maine wurde von der britischen Tageszeitung The Guardian als Buch des Jahres gekürt, die Bewertungen bei Amazon sind durchweg positiv, Meinungen, die ich bisher gehört habe ebenfalls und Elke Heidenreich hat es auch für gut befunden. Irgendwas muss ja sein an diesem Buch…und warum hab ich das nicht so ganz rausgefunden?

Ein Mann lebt mit seinem Hund Hobbes in einer Hütte im tiefsten Wald in Maine. Ganz alleine, nur die Beiden. Während er vor dem Ofen hockt und die beinahe 3.000 Bücher liest, die sein Vater ihm hinterlassen hat hört er einen Schuss von einem der Jäger draussen im Wald, die jagd auf Wild machen. Er findet bald drauf seinen treuen Gefährten Hobbes, angeschossen und geschwächt. Als sein Hund stirbt sinnt Winsome nach Rache und macht sich mit seinem Scharfschützengewehr auf die Suche nach Jägern.

Winsomes Entscheidung nun die Jäger zu töten, die seinen Hund erschossen haben hat mich dazu gebracht dieses Buch zu lesen. Manche würden sagen man kann nicht einen Menschen erschießen, bloss weil er einen Hund, ein Tier getötet hat. Ich aber finde man kann. Wer auf ein Tier schießt und es somit tötet ohne erdenklichen Grund, der hat es eigentlich nicht anders verdient als selber erschossen zu werden. Ich mag Menschen nicht, die Tiere wie Dinge behandeln, die ihnen gehören und ich mag Menschen nicht, die diesen Tieren etwas antun und was ich schon gar nicht mag sind Menschen, die meinen sie könnten aus Spaß an der Freude jagen. Mit anderen Worten: Ich hasse Jäger. Nein, ich verachte Jäger. Ich finde sie widerwärtig und ich würde niemals auf die Idee kommen sie Gleichberechtigt wie einen Menschen zu behandeln, denn das sind sie offensichtlich nicht. Von daher hat Julius Winsome in diesem Buch mein vollstes Verständnis und für mich ist er der Held dieser Geschichte.

Ergo ist die Geschichte das, was die drei Sterne verdient hat. Allerdings fand ich einige Stellen in diesem Buch sehr langweilig, wie beispielsweise die Rückblenden zu Julius Vater im Krieg und seinen Erzählungen davon. Ich war einfach nicht in Stimmung um sowas zu lesen. Das hatte ich nämlich nicht erwartet. Zum Anderen finde ich es schlimm, wenn sich Autoren in ihren Büchern auf Worte anderer Autoren stützen. In Winter in Maine waren es Phrasen und Worte aus Shakespeares Werken und das nicht gerade zu knapp. Hätte ich Shakespeare lesen wollen, hätt ich das auch getan.

Einen, ganz bestimmten Stern muss ich für das Buch ansich abziehen. Ich hab überlegt ob ich das tun soll und nun tu ich es einfach mal. Ich möchte nicht nur den Inhalt des Buches bewerten, sondern auch das Produkt selber. Das Buch ist eines aus dem Luchterhand Verlag. Beim Kauf war es noch eingeschweißt, also komplett neu. Als ich es auspackte stank dieses Buch so widerlich, wie eine Mischung aus Druckerschwärze und ordentlich Zigarettenrauch. Mir wurde hin und wieder richtig übel als ich es vor mir hatte, sodass ich aufhören musste. Ich denke wenn jedes Buch aus dem Luchterhand Verlag so riecht, dann war Winter in Maine definitiv mein letztes davon. Ich mag gerne an Büchern riechen, aber da vergeht es mir doch definitiv.

Winter in Maine würde ich letztendlich nicht unbedingt empfehlen. Wer einfach nur die Geschichte eines Mannes lesen möchte, dessen Hund erschossen wird und er auf Rache sinnt, ohne irgendwas drumherum der ist mit Blutrot von Jack Ketchum gut beraten. Für mich ist Winter in Maine nun einfach nicht das Buch des Jahres. Da hab ich dieses Jahr besserers gelesen…oder ich habe einfach einen miserablen Geschmack.

von Sally am Freitag, 6 November, 2009 um 09:49 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , , , ,

» Simon Tofield – Simons Katze  

Geschrieben von Sally am Montag, 2 November, 2009 | 666 views. | 7 Kommentare


Originaltitel: Simons Cat
Genre: Comic, Humor
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2009
Seiten:
240 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN:
978-3442312337
Preis:
12,00€
Amazon

Inhalt: Eigentlich wollte Simon Tofield nur ein neues Zeichenprogramm testen. Er zeichnete einen Kurzfilm und stellte ihn für ein paar Freunde ins Netz. Dann brach der Server fast zusammen. Inzwischen sind es mehr als 30 Millionen Klicks auf YouTube: Simons Katze ist ein sagenhafter Mund-zu-Mund-Propaganda Erfolg aus England. Begeisterte Fans aus der ganzen Welt haben sich schon in dieses anarchische, anbetungswürdige Tier verliebt. Warum? -- Jeder kennt eine Katze wie diese! Von phänomenaler Fresslust besessen schnurrt Simons Katze erfindungsreich durch den Tag. Nahezu rund um die Uhr versucht sie, mit subtilen Manövern und dreisten Kapriolen die Aufmerksamkeit ihres Besitzers zu wecken, damit dieser sie füttert. Wer Katzen kennt, wird diese lieben.

Rezension: Wie die Meisten kenne ich Simons Cat natürlich aus dem Internet. Auf Youtube hat Simon Tofield bisher 5 kleiner Comic Videos veröffentlicht, die schnell sehr erfolgreich in der Internetgemeinde wurden. Simon und seine verfressene und faule Katze bekamen mit der Zeit eine große Fangemeinde.

Es liegt nahe, nach dem großen Erfolg mit den Videos ein Buch zu veröffentlichen. Als ich es im Buchhandel auf dem Tresen liegen sah, während ich gerade bezahlte nahm ich es spontan einfach auch noch mit. Ich konnte mir nicht unbedingt vorstellen, dass Simons Cat auch unbewegt so gut und lustig sein kann, aber ein erster Blick in das ziemlich dicke Buch beruhigte mich. Simons Cat funktioniert auch auf Papier.

Ob man das Buch nun auf englisch oder deutsch kauft ist ziemlich egal, denn es steht nichts drin. Wie auch in den Videos kommt Simon Tofield nur mit seinen Zeichnungen aus. Allerdings ist die englische Ausgabe von Simons Cat 0,95€ teuer. Nicht viel, aber diese 0,95€ lohnen sich eben einfach nicht wirklich, desswegen empfehle ich die deutsche Ausgabe zu kaufen.

Seine kurzen Comics sind herrlich katzig und lassen einen immer wieder schmunzeln. Für Fans von Simons Cat ist dieses Buch, wie das Abonnement bei Youtube ein Muss. Aber auch Katzenbesitzer könnte es gefallen, denn sie werden sicher ihre Katze darin wiederfinden.

Weitere Simons Cat Videos gibt es auf dem offiziellen Youtube Account

von Sally am Montag, 2 November, 2009 um 11:57 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,

» Michael Green – Stunde Null  

Geschrieben von Sally am Montag, 26 Oktober, 2009 | 298 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Blood Line
Genre: Endzeit, Thriller
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 17. September 2009
Seiten: 448 Seiten
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3785760154
Amazon

Inhalt: Für Mark Chatfield und seine Frau ist es ein gewöhnlicher Flug. Sie sind auf der Heimreise nach Neuseeland. Doch an Bord geschehen seltsame Dinge: Einige Mitglieder der Crew scheinen krank zu sein. Auch Marks Frau leidet an den gleichen Symptomen. Als das Flugzeug landet, umstellen Soldaten die Maschine und nehmen die Passagiere in Gewahrsam. Nur Mark bleibt auf seinem Platz. Er hält seine Frau in den Armen. Sie ist tot. Aus ihrer Nase und ihren Ohren rinnt Blut. Mark verbringt mit den anderen Passagieren die nächsten Wochen in Quarantäne und muss mitansehen, wie einer nach dem anderen an der seltsamen Krankheit stirbt. Nur Mark und seine Kinder scheinen immun zu sein. Die Krankheit verbreitet sich in einer Pandemie über den Globus und löscht die gesamte Menschheit aus. Mark ist bald alleine auf einer entvölkerten Erde. Auf der Suche nach Überlebenden entdeckt er etwas, das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt.

Rezension: Im Moment lese ich sehr gerne Endzeitromane und Stunde Null hat mich wegen seines Klappentextes besonders angesprochen, also habe ich es mir direkt bei meiner nächsten Amazonbestellung mitbestellt und gleich angefangen zu lesen.

Das Buch beginnt direkt in der Handlung, ohne sich viel an einer möglichen Vorgeschichte aufzuhalten. Mark Chatfield und seine Frau Helen sind auf dem Weg von England nach Neuseeland. Sie und einige andere Passagiere leiden unter einer mysteriösen Krankheit. Noch bevor das Flugzeug landet sind einige von ihnen tot, auch Helen. Mark und die überlebenden Passagiere werden auf dem gesperrten Flughafen festgehalten und überwacht. Ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt ist ein Fernseher, über den sie die Nachrichten verfolgen. Nach und nach sterben die verbliebenen Passagiere und auch ihre Bewacher werden weniger. Mark gelingt die Flucht und findet sich in einem Neuseeland wieder, in dem die Menschen nach und nach an dieser Grippe sterben und bald sind er und seine Familie ganz alleine.

Das Buch wäre mit Sicherheit besser gewesen, wenn der Schreibstil von Michael Green ein wenig ausschmückender und emotionaler wäre. Manchmal kam mir das Buch nämlich vor wie das Tagebuch eines 13jährigen. Es spart an Details und an Emotion, aber gott sei dank spart es nicht an Logik. Die Verbreitung des Super-SARS Virusses ist ziemlich realistisch. Mit einer Inkubationszeit von 3 Wochen und der Ansteckung schon alleine durch die ausgeatmete Luft eines Erkrankten lassen das Szenario realistischer erscheinen als so mancher tödlicher Virus, der einfach plötzlich da war, wie es in recht vielen Endzeitromanen mit diesem Hintergrund ist. Logisch sind auch endlich die Handlungen der Personen. Wäre ich in ihrer Situation und müsste weg von der verbleibenden Zivilisation, die verrückt wird und alles und jeden plündert und ermordet, würde ich meine Vorräte und meine Familie schnappen, ein Segelboot suchen und erstmal vor der Küste die Sache aussitzen. Genau das machen auch die Protagonisten dieses Buches und das gefällt mir.

Stunde Null wäre rundum perfekt gewesen, käme man nicht zu dem Teil, der auf dem Klappentext als etwas “das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt” bezeichnet wird. Das, was Mark und seinen Sohn Steven nämlich erwartet ist ganz und gar nicht schlimmer als das Super-SARS Virus, sondern bietet ihnen und vielen anderen Menschen die Möglichkeit zu überleben, gut zu Überleben, mit viel Nahrung, Unterkunft und in gewisser Weise auch Sicherheit. Ich hätte mir jedenfalls was anderes unter “etwas das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt” vorgestellt. Für diese große Enttäuschung ziehe ich dem Buch 2 Sterne ab. Man hätte sowas tolles daraus machen können und hat es verbockt. Denoch ist der Anfang sehr lesenswert.

Wenn man nicht besonders viel erwartet ist Stunde Null ein gutes Buch für Endzeitfans und vielleicht auch was für Neulinge, da dieses Buch so gar nicht blutig oder brutal ist, gut, die Brutalität ist mit Sicherheit schon da, aber sie wird in keinster Weise beschrieben. Ich würde Stunde Null als Kuschelendzeit beschreiben.

von Sally am Montag, 26 Oktober, 2009 um 11:51 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,

» Erin Hunter – Warrior Cats: In die Wildnis  

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 21 Oktober, 2009 | 544 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: Warrior Cats: Into the Wild
Genre: Kinderbuch, Fantasy
Reihe: Warrior Cats Reihe Band: 1
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 2008
Seiten: 299 Seiten
Verlag: Beltz
ISBN: 978-3407810410
Amazon

Inhalt: Ein Wald. Vier Clans. Und alle wollen überleben.Jenseits der Menschen, tief verborgen im Wald, leben die Katzen der Clans wild und ungezähmt. Feuerpfote, der seine Zweibeiner verließ, um sich dem DonnerClan anzuschließen, genießt das stürmische Leben des Waldes in vollen Zügen. Seite an Seite mit den wilden Katzen lernt er zu jagen, seine Instinkte zu gebrauchen, er lernt den Wald zu hören und seine Feinde zu riechen. Doch das Leben stellt ihn auch immer wieder auf die Probe, denn der Platz ist eng, das Futter knapp. Blaustern, die Königin des DonnerClans, hat Zweifel, ob es der Clan schaffen wird, bis zur Blattfrische zu überleben. Da erfährt Feuerpfote von der Prophezeiung: Nur Feuer kann den Clan retten! Was hat diese Prophezeiung zu bedeuten?

Rezension: Der erste Teil von Warrior Cats siecht schon einige Zeit in meinem Regal dahin. Oft wollte ich es lesen und dann hab ich es wieder vergessen, aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen.

Erin Hunter sind genaugenommen 3 Personen. Kate Cary, Cherith Baldry und Victoria Holmes schreiben und denken sich die Geschichten über die Katzen Clans aus. Warrior Cats ist eine Reihe, und zwar eine ziemlich lange Reihe. Während in Deutschland aus der ersten Staffel bereits 5 von 6 Büchern erschienen sind, gibt es in England noch einige Staffeln und Bücher mehr. Die gesamte Liste gibt es auf wikipedia oder auf der offiziellen Wiki Seite der Warrior Cats.

Ich weiss nicht warum, aber ich wollte dieses Buch unbedingt mögen, auch, wenn ich noch nicht einen Satz daraus gelesen habe. Ich war natürlich entsprechend ein wenig enttäuscht, als ich das Buch anfing und es nicht ganz so war, wie ich es mir gewünscht habe. Die Hauskatze Sammy tauscht recht schnell sein angenehmes Zuhause durch das Leben im Wald, beim DonnerClan aus. Ich hätte Sammy sehr gerne am Anfang richtig kennengelernt. Mich interessierte wo er her kam, wie er zu seinen Menschen kam und vorallem, was er so erlebt hat, bevor er in den Wald ging. Aber davon erfährt man leider nichts.

Der Schreibstil des Buches ist natürlich für ältere Kinder gemacht, also hat man da nicht so viel zu erwarten. Dafür werden aber die Umgebung und vorallem die Katzen genauer beschrieben, was natürlich recht hilfreich ist. Wäre das Buch kein Kinderbuch, würd ich einen Stern wegen der Sprache abziehen, aber da es nunmal eins ist lasse ich das.

Die Katzen selber sind einigermaßen naturgetreu dargestellt. Sie tun Sachen, die man von den eigenen Hauskatzen zuhause auch kennt. Das finde ich für ein solches Buch sehr wichtig. Ich mag es nicht, wenn Tiere in Tiergeschichten nicht naturgetreu sind  und sie zB. auf zwei Beinen laufen, obwohl sie es normalerweise auf vier tun. Gerade auch für ein Kinderbuch ist es sehr wichtig, dass Tiere dargestellt werden wie Tiere und das schaffen Erin Hunter mit ihren Warrior Cats sehr gut. Ob es jetzt derartige Clans wilder Katzen in den Wäldern gibt würd ich nicht behaupten, aber da wir zuhause selber Katzen haben, die alleine in unserem Wald hinter dem Haus aufgewachsen sind und nun noch immer zusammen herumstreifen und natürlich auch jagen gehen würde ich es auch nicht ausschließen.

Die Geschichte selber ist fesselnd, auch wenn der Anfang etwas holprig ist. Ich bin mir sicher, dass es in den folgenden Büchern noch spannender wird. Die ersten Bände von Reihen halten sich ja manchmal ein wenig mit Erklärungen auf, in Folgebänden kann der Autor einfach drauf losschreiben und kann auf der selben Anzahl Seiten mehr Handlung einbauen. Aber das wird sich dann mit dem zweiten Band Feuer und Eis zeigen.

Die Warrior Cats sind perfekt für Menschen, die gerne auch mal Kinderbücher lesen und Katzenvernarrt sind. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen. Band 2 steht bereits in meinem Regal und wird bald gelesen.

von Sally am Mittwoch, 21 Oktober, 2009 um 14:08 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , ,

» Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen  

Geschrieben von Sally am Dienstag, 20 Oktober, 2009 | 270 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: A Thousand Splendid Suns
Genre: Erzählung, Drama
Reihe: / Band: /
Auflage: 7. Auflage
Erscheinungsdatum: April 2009
Seiten: 381 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
ISBN: 978-3833305894
Amazon

Inhalt: Als Mariam dem Schuhmacher Raschid zur Frau gegeben wird, ist sie gerade fünfzehn, dreißig Jahre jünger als ihr Mann. Die uneheliche Tochter eines Kinobesitzers ist isoliert auf dem Lande aufgewachsen, und auch das Leben als Ehefrau des launischen Raschid in der afghanischen Hauptstadt Kabul hält für sie nicht viel Gutes bereit. Lange Jahre der Unterdrückung und des Leidens gehen ins Land, bis Raschid eine zweite Frau heiratet, ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft. Mit Laila und ihren Kindern verändert sich das Leben von Mariam auf eine Weise, wie sie es sich nie erträumt hätte.

Rezension: Tausend strahlende Sonnen ist mein erstes Buch von Hosseini. Viel habe ich über seinen ersten Roman Drachenläufer gehört, aber interessiert hat mich das Buch nicht, die Geschichte zu Tausend strahlende Sonnen hingegen ist eher nach meinem Geschmack. Ich finde es sehr interessant in eine fremde Kultur hineinsehen zu können, auch, wenn es die berührende zweier Frauen mit einem schweren Schicksal ist.

Man findet recht einfach in das Buch herein. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich leicht lesen. Etwas genervt haben mich allerdings die Farsi-Wörter, die gut und gerne im kompletten Buch benutzt werden. Die haben mich etwas abgelenkt.

Die Geschichte ist einmalig und sehr mitreißend. Vorallem Mariams Schicksal hat mich sehr berührt. Leila hingegen hat mich manchmal genervt und ihre Geschichte, im zweiten Teil des Buches fand ich hin und wieder auch sehr langweilig. Ihre Liebesgeschichte mit Tarik und ihr Leben bei ihren Eltern hat mich nicht großartig interessiert und manches habe ich auch überlesen. Nach diesem kleinen Hänger wird das Buch im dritten Teil wieder sehr spannend.

Parallel zu Leilas und Mariams Geschichte wird einiges aus der Vergangenheit Afghanistans erzählt, manches auch wieder weniger spannend, so dass ich das auch manchmal einfach überlesen habe. Sollte man vielleicht nicht tun, aber es hat mich eben einfach gar nicht interessiert.

Alles in Allem gebe ich dem Buch aber dennoch 4 Sterne, weil es ein wirklich Gutes ist, dass man unbedingt gelesen haben muss.

von Sally am Dienstag, 20 Oktober, 2009 um 23:11 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

» Vicki Myron – Dewey und ich  

Geschrieben von Sally am Sonntag, 11 Oktober, 2009 | 325 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Dewey The Small-Town Library Cat Who Touched the World
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 24. August 2009
Seiten: 384 Seiten
Verlag: Page&Turner
ISBN: 978-3442203338
Amazon

Inhalt: Als Vicki Myron an einem kalten Januarmorgen die Tür der Stadtbücherei von Spencer, Iowa, aufschließt, nimmt sie ein sonderbares Geräusch wahr. Bei genauerem Hinhören glaubt sie ein Miauen zu erkennen, das aus dem Kasten für zurückgegebene Bücher dringt. Und tatsächlich findet die Bibliothekarin zu ihrer großen Überraschung zwischen Klassikern und Liebesromanen ein halb erfrorenes Katzenjunges mit struppigem Fell. Vicki und ihre Kollegen kümmern sich um das kleine Tier, wärmen es und geben ihm zu fressen. Damit ist das Kätzchen, das sich bald als Kater entpuppt und den Namen Dewey erhält, adoptiert. Dewey offenbart schon rasch seine ungewöhnliche Wirkung auf Menschen: Er tröstet verzweifelte Einwohner, er heitert die Angestellten auf, indem er mit ihnen Verstecken spielt, er bringt traurige Kinder zum Lachen. Schnell spricht sich die Geschichte des einfühlsamen Katers herum, bis schließlich Fernsehteams aus der ganzen Welt anreisen. Als Dewey im Winter 2006 im stolzen Katzenalter von 19 Jahren stirbt, ist er eine internationale Berühmtheit. Und die Begeisterung für den außergewöhnlichen Kater ist ungebrochen.

Rezension: Ich hatte mich auf eine angenehme, berührende Katzengeschichte a la Marley & ich gefreut. Ich bekam ein unglaublich langweiliges und alles andere als mitreißende Buch.

Die Geschichte rund um die Bibliothekskatze Dewey, die in einer kalten Januarnacht in der Bücherrückgabeklappe ausgesetzt und von Vicki, einer Mitarbeiterin der Bibliothek gefunden wird. Tragisch und Traurig, aber auf kein Einzelfall. Dewey bleibt in der Bibliothek, ganze 19 Jahre lang und erlebt dort viele Dinge erlebt, die nicht jede Katze erleben kann. Allerdings, muss ich sagen ist das nichts besonderes. In Dewey und ich wird allerdings zum Leidwesen des Buches nicht nur über Dewey erzählt, sondern auch viel über Spencer, der Stadt in Iowa, in der Deweys Bibliothek steht. Total langweilig. Hab ich alles überlesen und verpasst hab ich auch nichts.

Was mich in diesem Buch auch sehr geärgert hat war, dass Dewey teilweise wirklich nicht besonders nett von den Mitarbeitern der Bibliothek behandelt wurde. Für mich ist es absolut nicht akzeptabel ein sauberes Tier wie eine Katze öfter zu baden und das, obwohl die Katze sich mit Krallen und Zähnen dagegen wehrt. Gut, ich weiss, dass das Tierschutzgesetz und die artgerechte Haltung von Tieren in Amerika wirklich sehr hinterwäldlerisch ist und man da in dieser Richtung absolut nichts zu erwarten hat, aber dennoch ärgert mich das einfach unglaublich.

Der Schreibstil des Buches hat mich auch nicht angesprochen. Es lies sich einfach langweilig und motivierte überhaupt nicht zum Weiterlesen. Platt und uninteressant. Ich hatte mir wenigstens 2 emotionale Szenen in diesem Buch vorgestellt. Einmal natürlich die Szene, in der man den kleinen, abgemagerten und halb erforenen Kater Dewey in der Bücherrückgabeklappe findet und der Schluss, in dem Dewey stirbt. Man würde meinen, dass diese Szenen höchst emotional werden, aber von wegen. Diese Sachen wurden einfach so abgehandelt, ohne jegliche Emotion in meinen Augen. Finde ich sehr schade, denn das hätte dem Buch noch etwas mehr Leben eingehaucht.

Letztendlich bekommt das Buch von mir nur einen Stern für die letztendlich schon schöne, aussergewöhnliche Geschichte, die allerdings mieserabel erzählt ist. Nicht mal die Bilder vor jedem Kapitel konnten das Buch retten. Die Bilder sehen nämlich auch nach nichts aus. Sehr schade, wie ich finde…

Das Buch empfehle ich niemandem. Nicht mal fanatischen Katzenliebhabern. Da gibt es weitaus bessere Katzenbücher, als Dewey und ich.

von Sally am Sonntag, 11 Oktober, 2009 um 22:28 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , ,


Seite 6 von 12« First...345678910...Last »