Archiv für die Kategorie: ‘Filmreviews’
» Abschaffung der Filmsektion
Ich hab lange überlegt, ob ich das wirklich machen soll, weil ich ja gerne ins Kino gehe, neue Filme gucke, DVDs kaufe und auch gerne meine Meinung über diese Filme äußere, aber mir fehlte gerade in den letzten Monaten echt der Elan auch nur einen Satz zu einem Film zu schreiben. Deswegen hab ich jetzt meine traurige, weil fast leere Filmsektion komplett abgeschaft und mir stattdessen was Neues überlegt: Minimovieratings.
Statt ganze Reviews zu schreiben, wozu ich ja offensichtlich sowieso keine Lust habe, ich faules Stück, schreibe ich nun kleine Minireviews und veröffentliche sie auf dieser Seite. Ich finde das ist eine gute Lösung und sie reicht ja eigentlich auch vollkommen, da das hier ja irgendwie eher ein Buchblog und kein Filmblog ist. Ich jedenfalls bin ganz zufrieden damit und werde in die Sidebar noch einbauen, dass die letzten drei Filmreviews zu sehen sind.
Und ich verspreche mir selber auch hoch und heilig, dass ich jeden, aber auch wirklich jeeeden Film, den ich ab heute komplett gucke dort eintragen werde. Jawohl!
Buchrezensionen gibt es natürlich weiterhin, wie immer. Zwar stecke ich im Moment auch in einer kleinen Buchrezensionsverfassungskrise, aber die geht vorbei denke ich und dann schreib ich wieder fleissig.
» Kampf der Titanen

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Originaltitel: Clash of the Titans
Premiere: März 2010 (USA)
Dt. Start: 8. April 2010
Produktionsland: USA
Genre: Fantasy, Action
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Travis Beacham, Phil Hay
Darsteller: Sam Worthington (Perseus), Liam Neeson (Zeus), Ralph Fiennes (Hades), Gemma Arterton (Io), Alexa Davalos (Andromeda), Danny Huston (Poseidon), Izabella Miko (Athena), Mads Mikkelsen (Draco), Hans Matheson (Ixas), Jason Flemyng (Acrisius), William Houston (Ammon), Polly Walker (Cassiopeia), Nathalie Cox (Artemis), Luke Evans (Apollo), Kaya Scodelario (Peshet), Vincent Regan (Kepheus), Ian Whyte (Sheikh Sulieman)
Inhalt: Perseus ist als Sohn von Zeus geboren, wird aber als Sterblicher aufgezogen. Hilflos muss er mitansehen, wie Hades, der unerbittliche Gott der Unterwelt, seine Familie auslöscht. Von Rachegedanken getrieben und mit nichts mehr zu verlieren, erklärt sich Perseus bereit, ein Himmelfahrtskommando anzuführen, das Hades’ Pläne durchkreuzen soll, bevor er von Zeus die Krone der Götter übernehmen kann. Es ist eine beschwerliche und gefährliche Reise in Welten, die kein Mensch jemals betreten hat, angefüllt mit Dämonen und Bestien. Am Ziel muss Perseus sich seinem Schicksal stellen.
Trailer:
Review: Wie ich hier ja schon schrieb habe ich mich verdammt auf das Remake zu Harryhausens Kampf der Titanen von 1981 gefreut. Der Trailer ist super, da gibts absolut nichts zu meckern…und dann sah ich den Film… Was für eine Katastrophe.
Bevor ich anfange zu meckern möchte ich erstmal über die Schauspieler schreiben. Die waren nämlich durchweg gut. Sam Worthington als Perseus: Super. Liam Neeson als Zeus: Gewöhnungsbedürftig, aber auch super. Ralph Fiennes als Hades: Erinnerte mich ständig an Voldemort mit Nase, aber denoch schön anzusehen. Hans Matheson als Ixas: War ein kurzes Vergnügen, aber ich mag ihn auch in diesem Film. Einzig und alleine Gemma Arterton, die mir auch schon im Trailer zu Prince of Persia total auf die Nerven geht (Und der Grund dafür ist, dass ich diesen Film nicht gucken werde) hat es auch in Kampf der Titanen geschafft mich und meinen Begleiter tierisch zu massivem Augenrollen zu verleiten. Das mag daran liegen, dass ihre Rolle in diesem Film wirklich total sinnlos und dermaßen nervig war, dass der Zuschauer gar nicht anders kann als sie nicht zu mögen.
Was die Story angeht, die ist bekannt. Allerdings war die Umsetzung des Filmes wirklich mieserabel. 106 Minuten waren einfach zu wenig um einen strukturierten Film in diesen Ausmaßen zu erschaffen. Dafür ist die Story zu komplex. Alles geht so dermaßen schnell, dass der Zuschauer gar keinen richtigen Bezug zum Film bekommt. Und vorallem der Anfang wirkt so plastisch und Erklärbärmäßig, dass der Zuschauer Gänsehaut bekommt. Es gibt in Kampf der Titanen so viel, was man dem Zuschauer hätte zeigen und erklären könnte, stattdessen verrennen sich die Charaktere in sinnfreie Nebenhandlungen, die überhaupt nicht interessieren und gar nicht zum restlichen Film passen. Als der Regisseur Leterrier und Co. den Film letztendlich komplett geschnitten gesehen haben müssen die sich doch gedacht haben: “Verdammt, was haben wir da für einen Scheiß gebaut?” und trotzdem kam der Film raus. Alles was so spektakulär aussieht im Trailer war auch im Film spektakulär. Nur kann man das eben alles schon im Trailer begutachten. Hat man den Trailer gesehen, braucht man den Film nicht mehr. Der von mir so heißersehnte Kraken wirkte beinahe lächerlich, wenn man bedenkt mit welcher Leichtigkeit er sich töten lässt. Das hätte sogar ich geschafft und Hades in die Unterwelt zu verbannen hätte ich definitiv auch noch hinbekommen.
Der Film ist einfach nur so dahin geklatscht. Man kann ihn ansehen, aber man wird nicht mehr viel darüber nachdenken. Nichts, was ich dort gesehen habe hat wirklich einen Effekt auf mich gehabt. Nur genervt war ich davon und vorallem das Ende hat den Film verdammt zerstört. Mehr als zwei Sterne kann ich da schon gar nicht vergeben. Und 2 sind schon großzügig. Die Schauspieler waren eben gut, die Effekte ließen sich auch sehen und der Trailer ist spitzenmäßig aber der Rest war ein großer Haufen Fehlinvestition seitens der Produktionsfirmen. Sehr, sehr schade. Vielleicht hätten andere Regisseure und Drehbuchautoren was draus machen können.
» Master & Commander: Bis ans Ende der Welt

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Originaltitel: Master & Commander: The Far Side of the World
Premiere: 14. November 2003 (USA)
Dt. Start: 27. November 2003
Produktionsland: USA
Genre: History, Drama, Literaturverfilmung
Laufzeit: 133 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Peter Weir
Drehbuch: John Collee, Larry Ferguson, Peter Weir
Darsteller: Russell Crowe (Capt. Jack Aubrey), Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin), Billy Boyd (Barrett Bonden), James D’Arcy (1st Lt. Thomas Pullings), Edward Woodall(2nd Lt. William Mowett), Lee Ingleby (Midshipman Hollom), George Innes (Joe Place), Robert Pugh (Mr. Allen), David Threlfall (Killick), Max Benitz (Midshipman Callamy), Chris Larkin (Capt. Howard, Royal Marines), Max Pirkis (Midshipman Blakeney)
Inhalt: Die Zeiten des Napoleonischen Krieges. Captain Jack Aubrey lenkt sein Schiff samt der 197 Mann Besatzung sicher durch die größten Meere dieser Welt. Bei einem Angriff wird das Schiff jedoch schwer beschädigt, wobei viele Crewmitglieder auf grausame Weise umkommen. Nun sinnt Aubrey auf Rache und setzt zu einer rasanten Verfolgungsjagd an. Sein Ziel den ärgsten Feind für immer zu vernichten.
Teaser:
Trailer:
Rezension: Vor einigen Tagen lief Master & Commander auf VOX und ich dachte eigentlich kann mein Blog gar nicht mein Blog sein, wenn es hier keine Rezension zu diesem Film gibt.
Bevor ich den Film damals im Kino gesehen habe, habe ich in der Vorschau vor Fluch der Karibik den Teaser gesehen und war schon davon hin und weg. Ab dem Zeitpunkt hat mich Fluch der Karibik, kein Stück mehr interessiert. Ich hab nur noch auf Master & Commander gewartet. Gesehen hab ich ihn damals erstmals zusammen mit meinem Papa, weil er solche Filme auch sehr gerne sieht, dann noch einmal mit meiner Freundin und danach einige Male alleine. Der Film hat mich einfach total fasziniert, von vorne bis hinten und das tut er nach all den Jahren noch immer. Ich liebe die Szenen, die Requisiten, die Schauspieler, die Charaktere, das ganze Schiff… ich glaube es gibt nicht eine einzige Sekunde im ganzen Film, die mich stört.
In erster Linie erfährt man als Zuschauer den Alltag auf einem Schiff der britischen Marine um 1800 herum. Da gibt es kein laxes herumlungern und Rum saufen, wie es manch andere Filme erzählen, sondern strenge Regeln und eine noch strengere Hierarchie und den Aberglauben der Seemänner. Neben der Jagd nach dem französischen Schiff steht vor allem die Freundschaft zwischen Jack Aubrey und seinem Schiffsarzt Stephen Maturin im Vordergrund. Während Jack wie besessen davon ist die Acheron zu finden, egal, was es kostet, strebt Stephen an neue Gebiete zu erkunden und Tierarten zu finden, die noch niemand zuvor gesehen hat. Beide sind völlig verschiedene Männer, die andere Ziele verfolgen (Eine meiner Lieblingsszenen, nach der Schlussszene vielleicht sogar die Lieblingsszene ist beispielsweise der Streit zwischen Jack und Stephen bezüglich der Übergehung der Galapagos Inseln)
Da Master & Commander eine Buchverfilmung der Jack Aubrey/Stephen Maturin Reihe von Patrick O’Brian ist, habe ich nach dem Film auch einige der 22 Bücher gelesen und letztendlich kann ich sagen, dass der Film beinahe maßgeschneidert an die Bücher ist. Die Besetzung der Charaktere und der Stil passen einfach genau zu den Romanen. Vorallem die Besetzung von Russell Crowe (Cpt. Jack Aubrey) und Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin) ist nahezu perfekt. Ich denke andere Schauspieler hätten diese Rollen niemals so ausfüllen können.
Wunderbar sind auch die Bilder in diesem Film. Nicht nur die Aufnahmen des Schiffes sind wirklich toll, auch ist das Master & Commander Filmteam das erste und bisher einzige gewesen, das auf den Galapagos Insel drehen durfte. Ausserdem habe ich noch die einen Film gesehen bei dem so auf Detailgenauigkeit geachtet wurde. Manche Leute machen sich ja einen Spaß daraus Fehler in Filmen zu entdecken. Bei Master & Commander ist es schwer überhaupt einen Einzigen zu finden.
Ich habe den Film sicher schon, ungelogen nahezu 200 mal gesehen und kann ihn auf deutsch und englisch mitsprechen. Und noch immer, jedes Mal, wenn ich den Film sehe, geht mir das Herz auf. Meine Begeisterung wird sich sicher auch nicht legen, nicht mal, wenn ich 80 bin. Man muss solche Art von Filmen natürlich mögen. Wer von Master & Commander Disney/Hollywood Klamauk wie Fluch der Karibik erwartet ist da völlig falsch. Master & Commander ist mehr und vor allem anspruchsvoller. Halt einfach ein wirklich toller, lohnenswerter Film, selbst die deutsche Synchronisation ist markellos. Für mich: Rundum perfekt.
Zitate:
Capt. Aubrey: Good. Right, from now on no “sirs”, no salutes, no whistles, no bells.
Crew: Aye, sir.
Lt. Pullings: Yes, I think we’re all finding that quite difficult.
Capt. Jack Aubrey: Well, Stephen… the bird’s flightless?
Dr. Stephen Maturin: Yes.
Capt. Jack Aubrey: It’s not going anywhere.
Capt. Jack Aubrey: England is under threat of invasion, and though we be on the far side of the world, this ship is our home. This ship is England.
Capt. Jack Aubrey: To wives and sweethearts.
Officers: To wives and sweethearts.
Capt. Jack Aubrey: May they never meet.
Capt. Jack Aubrey: Do you see those two weevils doctor?
Dr. Stephen Maturin: I do.
Capt. Jack Aubrey: Which would you choose?
Dr. Stephen Maturin: Neither; there is not a scrap a difference between them. They are the same species of Curculio.
Capt. Jack Aubrey: If you had to choose. If you were forced to make a choice. If there was no other response…
Dr. Stephen Maturin: Well then if you are going to push me… I would choose the right hand weevil. It has significant advantage in both length and breadth.
Capt. Jack Aubrey: There, I have you! You’re completely dished! Do you not know that in the service one must always choose the lesser of two weevils.
Dr. Stephen Maturin: He who would pun would pick a pocket.
» Zombieland

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Originaltitel: Zombieland
Premiere: 9. Oktober 2009 (USA)
Dt. Start: 10. Dezember 2009
Produktionsland: USA
Genre: Horror, Komödie
Laufzeit: 88 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Paul Wernick, Rhett Reese
Darsteller: Jesse Eisenberg (Columbus), Woody Harrelson (Tallahassee), Emma Stone (Wichita), Abigail Breslin (Little Rock), Amber Heard (406), Derek Graf (Clown Zombie), Bill Murray (Bill Murray)
Inhalt: Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine „47 Überlebensregeln für Zombieland“ gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee. Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita und Little Rock, die ebenfalls ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des grassierenden Chaos zu behaupten. Schon bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben?
Trailer:
Rezension: Von Zombieland hab ich nicht besonders viel erwartet. Ich wusste, dass es eine Zombiekomödie ist, wie Shaun of the Dead, welchen ich wirklich tierisch schlecht und super unlustig fand. Aber ich dachte mir, Woody Harrelson in einer anderen Rolle zu sehen ist sicher auch ganz interessant. Genau genommen war das sogar der einzige Grund den Film zu sehen.
Zombieland ist einer der unzähligen Zombiekomödien. Man trifft auf Columbus, der auf dem Weg von seinem College nach Hause, Columbo, Ohio ist. Er ist eher ein Weichei, hat ein Buch voller Regeln, an die er sich hält um unter all den Zombies zu überleben und schießt immer 2x, zur Sicherheit. Er trifft auf Tallahassee, einen draufgängerischen Kerl aus Florida, der nur ein Ziel hat: Endlich wieder einen Twincky essen und die Beiden fahren Richtung Osten, wo sie letztendlich auf die beiden Schwestern Little Rock und Wichita treffen, die ihnen mehr Schwierigkeiten machen als geplant.
Der Anfang von Zombieland verspricht wirklich viel. Er war lustig. Genau das war er. Lustig. Aber als Columbus und Tallahassee auf die beiden Mädchen treffen ist es wie in allen anderen Filmen auch: Der Jungshumor verschwindet und es geht nur noch um Liebe und Leben retten. Gähn! Sachen, die ich in einem Zombieactionfilm, sei es auch eine Komödie, nicht sehen will sind nervige Weiber, die die ganze Stimmung immer stören (Scheiß auf Alice Schweizer!), denn so ist es nun mal: Frauen sind in Komödien einfach nicht witzig. Geht irgendwie nicht, sie fungieren da als totale Bremsen.
Schauspielertechnisch ist das Weichei Columbus mit Jesse Eisenberg gut besetzt und auch Woody Harrelson (Tallahassee) hat gut gepasst. Ganz toll fand ich den Auftritt von Bill Murray, aber dazu kann ich nicht so viel schreiben, um hier nicht wild rumzuspoilern.
Zombieland ist ein ganz angenehmer Film für zwischendurch, der leider aber, vor allem im Mittelteil ein paar Hänger aufweist. Allerdings hat er dafür auch einige Lacher parat, die sich durchaus sehen lassen können. Ich hatte definitiv weniger erwartet.
» Sherlock Holmes

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Originaltitel: Sherlock Holmes
Premiere: 25. Dezember 2009 (USA)
Dt. Start: 28. Januar 2010
Produktionsland: USA
Genre: History, Action
Laufzeit: 128 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Guy Ritchie
Drehbuch: Guy Ritchie, Mike Johnson
Darsteller: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. John Watson), Rachel McAdams (Irene Adler), Mark Strong (Lord Blackwood), Kelly Reilly (Mary), William Hope (John Standish), Eddie Marsan (Inspector Lestrade), James Fox (Sir Thomas), Hans Matheson (Lord Coward)
Inhalt: Sherlock Holmes mag durchgeknallt sein, doch er ist ein sehr guter Detektiv. Da kündigt der der schwarzen Magie frönende Frauenmörder Lord Blackwood vor seiner Exekution an, dass sein Tod erst der Anfang sein werde. Prompt weilt er alsbald wieder unter den Lebenden und treibt seinen perfiden Plan, mit Hilfe seiner Geheimorganisation wieder die Macht über Britanniens ehemalige Kolonie, den Vereinigten Staaten, zu erlangen, voran. Da ist Holmes gefordert…
Trailer:
Review: Sherlock Holmes ist eine Neuverfilmung der unzähligen alten Sherlock Holmes Filme, die fast jeder kennt und mindestens auch schon ein Mal gesehen hat. Und in der Tat ist diese Verfilmung von Guy Ritchie ziemlich gelungen.
Die schauspielerische Leistung in Sherlock Holmes sind ausgezeichnet. Vorallem Robert Downey Jr. sticht mal wieder mit einer hervorragenden Darstellung des Sherlock Holmes herraus. Jude Law (Dr. Watson) konnte ich mir anfangs nicht besonders gut in dieser Rolle und vorallem zusammen mit Robert Downey Jr. vorstellen, aber letztendlich hat er mich voll überzeugt. Es gibt allerdings manche Filme, in denen mich Frauen nerven und Sherlock Holmes ist so ein Film. Obwohl Rachel McAdams vielleicht eine gute Schauspielerin ist, ist ihre Rolle in gewisserer Weise ziemlich überflüssig. Gott sei Dank war sie nicht die arme, hilfebedürftige Frau, die ständig gerettet werden muss, sonst wäre ich wahrscheinlich noch genervter gewesen. Einen Bekannten hab ich im Film auch gesehen. Hans Matheson, der in Tudors Thomas Cranmer spielt. Schön, ihn auch mal in einer anderen Rolle zu sehen.
Die Story ist super, gewohnt Sherlock Holmes mäßig. Spannend, actionreich und nicht so durchsichtig wie so manch andere Stories dieser Art von Filmen. Mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Bis zum Schluss war ich mir nicht ganz schlüssig, wie Lord Blakewood all das genau bewerkstelligt hat.
Besonders gefallen haben mir die aussergewöhnlichen Schnitte. So hab ich einen Film auch noch nicht gesehen. Er ist teilweise ein bisschen verwürfelt, was ihn interessanter macht. Der Film weist auch in manchen Kampfszenen Zeitlupe auf, was ich auch sehr positiv finde. Ich finde es ganz schrecklich wenn, vorallem in Kampfszenen, alles so schnell geht, dass man gar nichts mitbekommt. Zwar gibt es in Sherlock Holmes auch ein paar wenige dieser Szenen, aber darüber kann man in diesem Fall hinweg sehen, denn es hätte schlimmer kommen können. Auch der nötige Humor kommt nicht all zu kurz. Schön waren auch die Ansichten auf das historische London. Wirklich hübsch anzusehen. Leider gibt es davon auch nicht besonders viele und auch, wenn ich schon dabei bin alles aufzuzählen, hat mir der Soundtrack von Hans Zimmer ziemlich gefallen.
Alles in Allem ist Sherlock Holmes ein ziemlich unterhaltsamer Film mit guten Schauspielern und einem vernünftigen Soundtrack, den man sich durchaus im Kino ansehen kann.
» Old Dogs: Daddy oder Deal

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Originaltitel: Old Dogs
Premiere: 25. November 2009 (USA)
Dt. Start: 14. Januar 2010
Produktionsland: USA
Genre: Komödie
Laufzeit: 88 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Regie: Walt Becker
Drehbuch: David Diamond, David Weissman
Darsteller: John Travolta (Charlie), Robin Williams (Dan), Seth Green (Ralph White), Kelly Preston (Vicki), Matt Dillon (Barry), Lori Loughlin, Bernie Mac (Jimmy Lunchbox), Dax Shepard (Trent Rice), Rita Wilson (Gloria Lawrence), Laura Allen (Kelly), DeRay Davis (Julio), Conner Rayburn (Zach), Ella Bleu Travolta (Marley Greer)
Inhalt: Dan und Charlie, beide Mitte 50, sind seit Kindertagen die besten Freunde und in der gemeinsamen Marketingagentur auch beruflich verschweißt. Gerade als ein wichtiger Deal mit japanischen Geschäftspartnern in die heiße Phase geht, erfährt der zurückhaltende Dan, dass er vor sieben Jahren Zwillinge zeugte, die er nun zwei Wochen lang betreuen soll. Aus neu entflammter Liebe zu deren Mutter, aber ohne Kinderkompetenz lässt sich Dan auf den Deal ein, der den anderen gefährdet, ihm aber eine neue Welt erschließt.
Trailer:
Rezension: Old Dogs ist einer dieser Filme, auf den ich mich ganz besonders gefreut habe, wie ich hier schon schrieb. Den Trailer fand ich urkomisch und habe mich wirklich jedes Mal totgelacht, als ich ihn im Kino sah. Hoch waren meine Ansprüche allerdings nicht, weil der Film offensichtlich nur sehr seichtes Popcornkino ist.
Die Gags in Old Dogs waren gut. Wirklich gut. Ich hab jedenfalls vorallem an einer Stelle so sehr gelacht, dass mir die Tränen aus dem Gesicht geschossen sind. Selten habe ich bei einem Film so sehr lachen müssen. Ich konnte jedenfalls eine geraume Zeit gar nichts mehr. In vielen Filmen werden die wirklich guten Gags bereits im Trailer verbraucht, aber Old Dogs hat Gott sei Dank noch einige andere zu bieten. Was das angeht bekommt der Film von mir auf jeden Fall schonmal zwei Sterne, einfach, weil er mich da sehr sehr unterhalten hat.
Die Story ist, typisch Disney/Familienfilm eher seicht und man weiss gleich am Anfang schon wie es ausgeht und man hat das alles schon minestens 5x in anderen Filmen gesehen. Etwas weltbewegendes oder gar neues sollte man also natürlich nicht erwarten.
Schauspielertechnisch war ich überrascht. John Travolta, den ich gar nicht besonders mochte war perfekt als Schmierlappen. Ebenso wie Robin Williams fand ich ihn super in diesem Film. Nicht nur, weil ihre Rollen so zu ihnen passten, sondern weil sie sie auch durchaus gut gespielt haben. Über die Besetzung von Seth Green war ich auch sehr froh. Ihn habe ich seit Buffy kaum noch gesehen.
Wer einen anspruchslosen Humor hat und mal wieder ordentlich lachen will, der ist ziemlich gut bedient mit Old Dogs. Er ist unterhaltsam, er ist witzig und, man mag es kaum glauben, John Travolta kann man sich auch ziemlich gut angucken. Perfektes Popcornkino.

irina: 