» Lincoln Child – Nullpunkt  

Geschrieben von Sally am Montag, 22 Februar, 2010 | 297 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Terminal Freeze
Genre: Thriller, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum:
Januar 2010
Seiten:
396
Verlag:
Wunderlich
ISBN: 978-3805208826
Preis:
19,95€
Amazon

Inhalt: Fear Base, eine verlassene Militärstation in Alaska. Ein kleines Team von Wissenschaftlern untersucht einen Berg, der den einheimischen Tunits heilig ist.
In einer Höhle blickt sie aus der Tiefe des Eises ein riesiges gelbes Auge an. Ein alter Tunit warnt die Forscher, aber es ist bereits zu spät: Ein ehrgeiziges Filmteam fällt in die Station ein. Zum Entsetzen der Wissenschaftler sägen die Dokumentarfilmer das Monstrum aus dem Eis, um es vor laufenden Filmkameras aufzutauen.
Doch über Nacht verschwindet es aus dem Tiefkühlcontainer. Am Morgen findet man sein erstes Opfer oder das, was von ihm übrig geblieben ist.

Rezension: Bücher alleine von Lincoln Child oder zusammen mit Douglas Preston mag ich gerne lesen. Allerdings sind sie immer alle gleich: Meist geht es um diverse Forscher, die irgendwo weit ab (in 80% der Fälle abgeschnitten von der zivilisierten Welt) auf einer Basis hocken und an irgendwas rumdoktor, das dann irgendwann erwacht und ganz gewaltig böse wird.

So ist es auch in Nullpunkt. Ein Wissenschaftlerteam ist mitten in Alaska auf einer einsamen Militärstation, der Fear Base stationiert. Sie untersuchen die Umgebung und stoßen bald auf eine Höhle in einem Gletscher. Als sie diese Höhle betreten stoßen sie auf ein Tier, eingefroren in  Eis. Zusammen mit einem Fernsehteam, die eine Dokumentation drehen wollen schneiden sie das unbekannte Wesen aus seinem eisigen Gefängnis und nehmen es mit auf die Basis. Doch dort taut plötzlich das Eis und das Tier, welches noch am Leben ist verschwindet spurlos. Nach und nach werden Mitglieder der Filmcrew nahezu zerrissen aufgefunden und was anfangs noch für einen Unfall mit einem Eisbären gehalten wird, stellt sich bald als Angriff des unbekannten Wesens heraus und es wird immer brutaler.

Wie ich bereits sagte ist das nichts Neues. Wer das Autorenteam kennt, weiss was ich meine. Ein Großteil ihrer Bücher laufen immer nach diesem Schema ab. Aber genau das mag ich. Ich steh auf “Monster und Menschen am Arsch der Welt”-Geschichten und Lincoln Child weiss soetwas gut umzusetzen.Das Buch ist zwar nicht durchgehend spannend, aber teilweise umso gruseliger.

Ansonsten setzt Child auch weiterhin auf altbewährtes: Einige wissenschaftliche Abschnitte um die Herkunft des Tieres zu ermitteln, also Wissenschaft für Dummies (Keine Ahnung, ob das alles auch korrekt ist), neben den Hauptcharakteren einige nervige und gewollt unsympathische Charaktere, ziemlich kurze Kapitelabschnitte und ein typisches Ende. Aber das funktioniert ganz gut und das Buch lässt sich einfach weglesen.

Also Nullpunkt ist ein typischer Child. Lesenswert, spannend genug und solide. Kann man lesen, wenn es einen interessiert.

von Sally am Montag, 22 Februar, 2010 um 16:39 Uhr

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» Stalker beim Buchshopping  

Geschrieben von Sally am Samstag, 20 Februar, 2010 | 282 views. | 3 Kommentare

Jetzt werd ich sogar schon beim Büchershoppen auf der Jagd verfolgt und abgelichtet (Das war mein Freund, der Stalker *046* ). Ich hab auch was erlegt:

Erebos von Ursula Poznanski
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Gefahr im Roten Meer von Patrick O’Brian
Der kampferprobte Kommandant Jack Aubrey soll den Franzosen zuvorkommen und den Marinestützpunkt Mubara im Roten Meer besetzen. Doch während er noch mit der Surprise vor dem Zielpunkt kreuzt, nimmt seine Mission eine unerwartete Wende, als sein Schiff ganz plötzlich von Land aus mit einem heftigen Feuerhagel eingedeckt wird. Für Jack Aubrey und seinen Freund, dem Schiffsarzt und Geheimagenten Dr. Stephen Maturin, ist klar, dass jemand aus den eigenen Reihen sie verpfiffen haben muss. Die Suche nach dem Verräter beginnt …
Band 9 der Jack Aubrey/Stephen Maturin Serie *007*

Diesen Monat habe ich, wie mir meine Lesestatistik verrät noch gar nicht sooo arg viel gekauft, wie sonst. Aber irgendwie komm ich auch nicht so richtig zu pötte. Weder mit kaufen noch mit lesen, oder mit sonst irgendwas… Ich halt mich ran.

von Sally am Samstag, 20 Februar, 2010 um 17:18 Uhr

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» Master & Commander Sammlung  

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 17 Februar, 2010 | 250 views. | Keine Kommentare

Ich hab ja schon in meinem Filmreview verlauten lassen, dass ich ein absoluter Fan von dem Film Master & Commander bin. Ich hab mir mal die Frage gestellt, wieviel Zeug ich davon eigentlich angesammelt habe und weil ich nich glauben konnte, dass es so viel ist hab ich mal alles zusammengetragen und…ja…es ist doch einiges.

Das ist auf jeden Fall schon einiges, aber da gibt es noch ein paar Sachen, die ich noch haben möchte, beispielsweise die britische Collectors Edition der DVD. Die krieg ich noch irgendwo her, wo her auch immer, aber ich werd sie haben! *054*
Hach, ich liebe diesen Film einfach *046* Im Moment ist es ganz schlimm.

von Sally am Mittwoch, 17 Februar, 2010 um 18:04 Uhr

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» [Stöckchen] Lesepersönlichkeit  

Geschrieben von Sally am Dienstag, 16 Februar, 2010 | 269 views. | Keine Kommentare

Und wieder ein Stöckchen. Im Moment kursieren ein paar interessante davon, da schlag ich dann mal zu. Diesmal bei Nine gefunden.

  1. Leser sind Katzenliebhaber.
    Ganz klar: Jawohl!  *051* Katzen sind doch die Mitbewohner.
  2. Leser sind sonnenscheu.
    Es gibt Tage, da macht die Sonne mich echt aggressiv. Aber im Sommer kann ich sie wohl mal ertragen.
  3. Leser sind Bauchmenschen.
    Offensichtlich
  4. Leser sind romantisch.
    Also ich nicht.
  5. Leser sind solange kinderlieb, bis das Lieblingsbuch mit Buntstiften verschönert ist.
    Ich mag keine Kinder…ich würde höchstens meine eigenen mögen.
  6. Leser sind Sammler, nicht nur von Büchern.
    Jap. Ich sammle viel: Notizbücher, Kinokarten, Master & Commander Zeug, DVDs etc. pp.
  7. Leser lieben Kuchen und Kaffeeklatsch.
    Kaffee ist örks *050* Ich finds sooo schrecklich wenn Leute ausm Hals nach Kaffee stinken. Wäh! Kuchen dagegen ist super.
  8. Leser haben beruflich mit Menschen zu tun.
    Hatte ich. Würd ich aber nicht nochmal machen, schon gar nicht, wenn es um Kunden geht. Kunden sind schrecklich.
  9. Leser essen Bio.
    Nein *001*
  10. Leser schreiben selber oder haben es als Kind gemacht.
    Ja, ich hab früher sehr sehr viel geschrieben. Jetzt leider nicht mehr, aber mein Kopf bringt einfach keine Ideen mehr zum Vorschein.
  11. Leser waren als Kind Einzelgänger und Stubenhocker.
    Ich war als Kind immer draußen mit anderen Kindern.
  12. Leser haben gute Freunde, aber davon nicht viele.
    Hier möchte ich von Nines Stöckchen zitieren: “Gibt es heute noch richtige Freunde?” Berechtigte Frage. Ich hatte Maike und hab sie wieder verloren. Soetwas wie sie gibt es für mich nicht noch mal. Niemals.
  13. Leser spielen gerne.
    Kommt drauf an, was.
  14. Leser sind hilfsbereit und gut.
    Kommt auf meine Laune an. Manchmal könnt ich auch alle ohne mit der Wimper zu zucken in die Luft jagen, mit Mini-Atombomben.
  15. Leser träumen gerne (auch Tageträume).
    Ich träume ständig *023*
  16. Leser fahren kleine Autos.
    Ich hätt ja auch gerne nen Panzer, aber sonst hab ich keine Verwendung für große Autos. Ist doch alles Platzverschwendung.
  17. Leser lasen im Kindesalter gern unter der Bettdecke.
    Ohja.
  18. Leser bevorzugen lieber Bücher als Filme usw im TV.
    Im TV sowieso nicht, aber ich liebe es ins Kino zu gehen oder DVD zu gucken.
  19. Leser haben immer ein Buch dabei, wenn sie länger unterwegs sind.
    Na klar. Selbst, wenn ich genau weiss, dass ich unterwegs nicht zum Lesen komme hab ich ein Buch dabei.
  20. Leser lesen auch anderes neben Büchern gerne.
    Alles, was mich interessiert *033*
  21. Leser haben mit den Augen Probleme.
    Nein.
  22. Leser können sich Stundenlang in einem Buchladen aufhalten.
    Also, wenn ich könnte würd ich da auch einziehen, aber bisher wurd ich immer bei Ladenschluss freundlich rauskomplimentiert.
  23. Leser haben mindestens 2 signierte Bücher im Regal stehen.
    Nein! Ich lass doch niemanden was in meine Bücher schreiben! Nicht mal, wenns Gott wäre.
  24. Leser haben bestimmt schon mal für einen Romanhelden geschwärmt.
    Ständig *006*
  25. Leser haben schon mal Orte in den Bücher bereist.
    Noch nicht, aber ich werds machen. Ganz bestimmt.
  26. Leser haben ihre Stammautoren und wechseln nur selten.
    Ich habe meine Stammautoren aber ich wechsle nicht. Ich gewinne wohl welche dazu…
  27. Leser besuchen gerne Veranstaltungen rund um Bücher (ZB: Messen, Lesungen, Signierstunden).
    Aber sicher *048*
  28. Leser verleihen nur ungern ihre liebgewonnenen Bücher.
    Ich verleihe gar nichts. Heutzutage kann man doch niemandem mehr vertrauren. Jeder geht mit den Sachen Anderer um wie Arsch. Daher gibts von mir gar nix mehr geliehen. Selber kaufen und Zerstören macht Freude.
  29. Leser sind Nachtmenschen.
    Da liest es sich doch am Besten.
  30. Leser würden sich nie von liebgewonnenen Büchern trennen.
    Ich trenne mich von gar keinen Büchern. Niemals.

von Sally am Dienstag, 16 Februar, 2010 um 23:55 Uhr

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» Derek Haas – Killer  

Geschrieben von Sally am Dienstag, 16 Februar, 2010 | 266 views. | Keine Kommentare


Originaltitel:
The Silver Bear
Genre: Thriller
Reihe: Columbus/Silberbär Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum:
August 2009
Seiten:
253
Verlag:
Ullstein
ISBN: 978-3548269436
Preis:
7,95€
Amazon

Inhalt: Er nennt sich Columbus und ist ein Meister seines Fachs. Ein eiskalter Mörder, der selbst die schwierigsten Aufträge präzise und zuverlässig ausführt. Er lebt für seine Arbeit. Für die minutiöse Vorbereitung und den tödlichen Schlag. Doch dieses Mal ist alles anders. Der nächste Mann, den Columbus töten soll, ist sein Vater. Den er nie kennengelernt hat, der seine Mutter umbringen ließ und den er zutiefst hasst. Er übernimmt den Auftrag - und vom ersten Moment an läuft alles schief.

Rezension:
Killer ist mein erstes Buch von Derek Haas. Noch nie was von ihm gehört, gelesen oder sonstwas. Aber so stößt man auf neue potentielle Lieblingsautoren und Serien, die sich zu folgen lohnt.

Das Buch erzählt die Geschichte des Auftragskillers Columbus, ein Silberbär, wie es unter seinen Kunden heißt. Ein Mann, der jeden Auftrag erfolgreich beendet. Er bekommt den Auftrag den Präsidentschafts Kandidaten Abe Mann zu beseitigen, der auch zufällig sein Vater ist. Während er sich für seinen Auftrag vorbereitet passieren mehrere ungewöhnliche Dinge und Columbus’ Mittelsmann Pooley findet heraus, dass Columbus nicht der einzige ist, der auf seinen Vater angesetzt wurde. Columbus muss nun schnell handeln, denn er will es sein, der seinen Vater tötet.

Killer bringt einen interessanten Einblick in das Leben eines Auftragskillers. Man begleitet Columbus durch seinen aktuellen Auftrag und lässt sich von ihm über seine früheren Aufträge erzählen. Das ist ein Thema, welches in in Thrillern eher weniger gefunden habe. Es gibt wohl offensichtlich nicht besonders viele aktuelle Romane über Auftragsmörder. Schade eigentlich. Ich finde das ein sehr interessantes Thema.

Derek Haas hat sein Buch sehr gut durchdacht. Man lernt mit Columbus einen Menschen kennen, der wirklich nur ein Auftragsmörder sein kann. Er tötet und verletzt ohne mit der Wimper zu zucken unschuldige Menschen, wie einen Priester, der ihn in seiner Kirche willkommen heißt. Er führt seine Aufträge äußerst professionell durch und überlässt nichts dem Zufall.

Es ist spannend. Von vorne bis hinten und es hat spaß gemacht zu lesen, auch, wenn das Buch  Killer ist was für zwischendurch und funktioniert  eigentlich auch ganz gut als Einteiler, wenn man kein Interesse an einer weiteren Serie hat. Band 2 Columbus: A Silver Bear Thriller ist bereits auf englisch erschienen und wie ich gerade gelesen habe hat Derek Haas auch mit am Drehbuch zum neuen A-Team geschrieben. Da bin ich gespannt und ich bleib sicher dran an dieser Columbus Serie.

von Sally am Dienstag, 16 Februar, 2010 um 13:26 Uhr

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» Master & Commander: Bis ans Ende der Welt  

Geschrieben von Sally am Montag, 15 Februar, 2010 | 418 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Master & Commander: The Far Side of the World
Premiere: 14. November 2003 (USA)
Dt. Start: 27. November 2003
Produktionsland: USA
Genre: History, Drama, Literaturverfilmung
Laufzeit: 133 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Peter Weir
Drehbuch: John Collee, Larry Ferguson, Peter Weir

Darsteller: Russell Crowe (Capt. Jack Aubrey), Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin), Billy Boyd (Barrett Bonden), James D’Arcy (1st Lt. Thomas Pullings), Edward Woodall(2nd Lt. William Mowett), Lee Ingleby (Midshipman Hollom), George Innes (Joe Place), Robert Pugh (Mr. Allen), David Threlfall (Killick), Max Benitz (Midshipman Callamy), Chris Larkin (Capt. Howard, Royal Marines), Max Pirkis (Midshipman Blakeney)

Inhalt: Die Zeiten des Napoleonischen Krieges. Captain Jack Aubrey lenkt sein Schiff samt der 197 Mann Besatzung sicher durch die größten Meere dieser Welt. Bei einem Angriff wird das Schiff jedoch schwer beschädigt, wobei viele Crewmitglieder auf grausame Weise umkommen. Nun sinnt Aubrey auf Rache und setzt zu einer rasanten Verfolgungsjagd an. Sein Ziel den ärgsten Feind für immer zu vernichten.

Teaser:

Trailer:

Rezension: Vor einigen Tagen lief Master & Commander auf VOX und ich dachte eigentlich kann mein Blog gar nicht mein Blog sein, wenn es hier keine Rezension zu diesem Film gibt.

Bevor ich den Film damals im Kino gesehen habe, habe ich in der Vorschau vor Fluch der Karibik den Teaser gesehen und war schon davon hin und weg. Ab dem Zeitpunkt hat mich Fluch der Karibik, kein Stück mehr interessiert. Ich hab nur noch auf Master & Commander gewartet. Gesehen hab ich ihn damals erstmals zusammen mit meinem Papa, weil er solche Filme auch sehr gerne sieht, dann noch einmal mit meiner Freundin und danach einige Male alleine. Der Film hat mich einfach total fasziniert, von vorne bis hinten und das tut er nach all den Jahren noch immer. Ich liebe die Szenen, die Requisiten, die Schauspieler, die Charaktere, das ganze Schiff… ich glaube es gibt nicht eine einzige Sekunde im ganzen Film, die mich stört.

In erster Linie erfährt man als Zuschauer den Alltag auf einem Schiff der britischen Marine um 1800 herum. Da gibt es kein laxes herumlungern und Rum saufen, wie es manch andere Filme erzählen, sondern strenge Regeln und eine noch strengere Hierarchie und den Aberglauben der Seemänner. Neben der Jagd nach dem französischen Schiff steht vor allem die Freundschaft zwischen Jack Aubrey und seinem Schiffsarzt Stephen Maturin im Vordergrund. Während Jack wie besessen davon ist die Acheron zu finden, egal, was es kostet, strebt Stephen an neue Gebiete zu erkunden und Tierarten zu finden, die noch niemand zuvor gesehen hat. Beide sind völlig verschiedene Männer, die andere Ziele verfolgen (Eine meiner Lieblingsszenen, nach der Schlussszene vielleicht sogar die Lieblingsszene ist beispielsweise der Streit zwischen Jack und Stephen bezüglich der Übergehung der Galapagos Inseln)

Da Master & Commander eine Buchverfilmung der Jack Aubrey/Stephen Maturin Reihe von Patrick O’Brian ist, habe ich nach dem Film auch einige der 22 Bücher gelesen und letztendlich kann ich sagen, dass der Film beinahe maßgeschneidert an die Bücher ist. Die Besetzung der Charaktere und der Stil passen einfach genau zu den Romanen. Vorallem die Besetzung von Russell Crowe (Cpt. Jack Aubrey) und Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin) ist nahezu perfekt. Ich denke andere Schauspieler hätten diese Rollen niemals so ausfüllen können.

Wunderbar sind auch die Bilder in diesem Film. Nicht nur die Aufnahmen des Schiffes sind wirklich toll, auch ist das Master & Commander Filmteam das erste und bisher einzige gewesen, das auf den Galapagos Insel drehen durfte. Ausserdem habe ich noch die einen Film gesehen bei dem so auf Detailgenauigkeit geachtet wurde. Manche Leute machen sich ja einen Spaß daraus Fehler in Filmen zu entdecken. Bei Master & Commander ist es schwer überhaupt einen Einzigen zu finden.

Ich habe den Film sicher schon, ungelogen nahezu 200 mal gesehen und kann ihn auf deutsch und englisch mitsprechen. Und noch immer, jedes Mal, wenn ich den Film sehe, geht mir das Herz auf. Meine Begeisterung wird sich sicher auch nicht legen, nicht mal, wenn ich 80 bin. Man muss solche Art von Filmen natürlich mögen. Wer von Master & Commander Disney/Hollywood Klamauk wie Fluch der Karibik erwartet ist da völlig falsch. Master & Commander ist mehr und vor allem anspruchsvoller. Halt einfach ein wirklich toller, lohnenswerter Film, selbst die deutsche Synchronisation ist markellos. Für mich: Rundum perfekt.

Zitate:

Capt. Aubrey: Good. Right, from now on no “sirs”, no salutes, no whistles, no bells.
Crew: Aye, sir.
Lt. Pullings: Yes, I think we’re all finding that quite difficult.

Capt. Jack Aubrey: Well, Stephen… the bird’s flightless?
Dr. Stephen Maturin: Yes.
Capt. Jack Aubrey: It’s not going anywhere.

Capt. Jack Aubrey: England is under threat of invasion, and though we be on the far side of the world, this ship is our home. This ship is England.

Capt. Jack Aubrey: To wives and sweethearts.
Officers:
To wives and sweethearts.
Capt. Jack Aubrey: May they never meet.

Capt. Jack Aubrey: Do you see those two weevils doctor?
Dr. Stephen Maturin: I do.
Capt. Jack Aubrey: Which would you choose?
Dr. Stephen Maturin: Neither; there is not a scrap a difference between them. They are the same species of Curculio.
Capt. Jack Aubrey: If you had to choose. If you were forced to make a choice. If there was no other response…
Dr. Stephen Maturin: Well then if you are going to push me… I would choose the right hand weevil. It has significant advantage in both length and breadth.
Capt. Jack Aubrey: There, I have you! You’re completely dished! Do you not know that in the service one must always choose the lesser of two weevils.
Dr. Stephen Maturin: He who would pun would pick a pocket.

von Sally am Montag, 15 Februar, 2010 um 22:15 Uhr

In den Kategorien: Filmreviews

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