Ralf Isau – Messias

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Originaltitel: Messias
Genre: Thriller
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: August 2009
Seiten: 426 Seiten
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492701426
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Inhalt: Am Gründonnerstag steigt er vom Kreuz einer Dorfkirche in Irland: ein verwirrter junger Mann, der nur in Bibelzitaten spricht. Aber kann er wirklich der Messias sein? Die vatikanische Kongregation betraut Bruder Hester McAteer damit, dem Wunder nachzugehen. In der alten Heimat trifft Hester auf seine große Liebe, die er einst für die Kirche verlassen hatte, auf Misstrauen, Angst und Intrigen. Bald zweifelt McAteer nicht nur an seinen Vertrauten, sondern auch am eigenen Glauben. Handelt es sich um eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes oder wird er das spektakulärste Geheimnis unserer Geschichte aufdecken?
Rezension: Messias habe ich als Leseexemplar zugeschickt bekommen, allerdings bereits nach der Veröffentlichung, also hab ich mir damit ein wenig Zeit gelassen. Ich muss leider sagen, dass das Buch ein wenig dahintröpfelt und ich es manchmal nur mit Mühe weitergelesen habe.
Die Story ist an und für sich natürlich interessant und spannend, wie fast alle Verschwörungsromane in letzter Zeit. Aber mich nervt hauptsächlich, dass die Hauptcharakter in solchen Büchern immer irgendwelche Leute sind, wie Professoren, Experten etc. die von allem eine Ahnung haben. Ich mag es lieber lesen, wenn völlig unbeteiligte in die Geschichte hineinkommen und selber recherchieren. Desswegen mag ich dem Buch allerdings keinen weiteren Stern abziehen, denn ich wusste ja, wer hier der Hauptcharakter ist und worauf ich mich da einlasse. Ausserdem ist McAteer nicht der typische Involvierte, er ist ja “nur” ein Bruder, der einen besonderen Auftrag bekommen hat. Für mich ist das aber schon wieder zu viel, leider.
Besagter Hauptcharakter ist Hester McAteer. Grundsätzlich sympathisch mit glaubhaften Handlungen. Einige andere Charaktere haben mich zwischendurch ziemlich mit ihren Vergangenheiten genervt, vorallem, weil diese für die weitere Handlung manchmal gar nicht wichtig waren.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch allerdings sehr gut gefallen. In der Buchhandlung hätte ich es mir so wohl weder als Taschenbuch oder Hardcover gekauft, einfach nur, weil ich von solchen Bücher schon so viele gelesen habe, auch sehr viele schlechtere und sie eigentlich keine neuen Handlungen mehr für mich parat haben. Messias allerdings gehört zu den guten, spannenden Verschwörungsbüchern und ist daher für jeden geeignet, der solch ein Genre mag.
Markus Zusak – Die Bücherdiebin

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Originaltitel: The Book Thief
Genre: Erzählung, Drama
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage (TB)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 587 Seiten
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3442373956
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Inhalt: Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.
Rezension: Die Bücherdiebin ist wirklich ein sehr beeindruckendes Buch. Ich hatte nie das Verlangen es zu lesen, auch, wenn die Bewertung bei Amazon, in jeden Bücherforen und Blogs ziemlich gut waren. Als Hardcover hätte ich mir das Buch wohl auch nicht gekauft, aber als es als Taschenbuch erschienen ist, nahm ich es einfach mal mit und ich hab es nicht bereut.
Der Tod als Erzähler dieser Geschichte ist ungewöhnlich, aber durchaus passend. Ihm fällt die 9jährige Liesel Meminger auf dem Weg zu ihrer Pflegefamilie auf, als ihr Bruder stirbt und er seine Seele mitnehmen möchte und er behält sie fortan im Auge und verfolgt ihr Leben. Die Charaktere dieses Buches sind wunderbar ausgemalt und sehr sympathisch. Vorallem mochte ich den Tod sehr gerne (Auch, wenn sich das blöd anhört). Auch Liesel, die man begleitet wächst einem sofort ans Herz und man kann sehr gut mit ihr fiebern. Genaugenommen sind alle Charaktere in dieser Geschichte auf eine gewisse Art und Weise sehr lesenswert.
Der Schreibstil ist recht einfach und lässt sich gut weglesen. Das verleitet sehr zum durchlesen in einem Rutsch. Dieses Buch besteht allerdings nicht nur aus Worten, sondern auch zu einem kleinen Teil aus Zeichnungen, die Max für Liesel malt. Sie geben dem Buch noch mehr Leben, als es ohnehin schon hat. Die Zeichungen sind zwar künstlerisch eher stümperhaft, aber sie sind wunderbar passend.
Die Geschichte ist wunderbar. Bewegend, Lustig, Spannend und leider auch sehr traurig. Die Bücherdiebin kann, nein, sollte man lesen, wenn man ein gutes Buch lesen möchte, dass einen zum Nachdenken anregt. Es ist ein ganz wunderbares Buch.
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Ohne Worte
Abschiedsbummeln mit Berit
Heute ist zwar der Tag der deutschen Einheit, also ein Feiertag, aber die leeraner Geschäfte in der Innenstadt hatten heute auf grund der eigentlich ziemlich blöden Idee der Werbegemeinschaft einen verkaufsoffenen Feiertag.
Blöde Idee, weil es in dieser Stadt jährlich bestimmt annähernd 15 verkaufsoffene Feiertage oder Sonntage gibt. Sowie Mitternachtsshopping und hastenichjesehn. Gut, Leer nennt sich die “Einkaufsstadt”, aber die ganzen Werbegemeinschaftsfuzzis denken mal gar nicht an ihre Verkäufer/innen, die vielleicht auch gerne mal ausser dem Sonntag (Wenn nicht gerade wieder verkaufsoffener Sonntag ist
) einen Feiertag frei hätten um was mit ihren Familien zu machen, oder mal auszuspannen. Ausserdem wird an solchen Tagen bestimmt nicht mehr gekauft als an anderen Tagen. Die Innenstadt ist dann wohl voller, aber auch nur, weil die Leute gucken wollen. Geld ist eben an verkaufsoffenen Feiertagen genau so da wie, an einem ganz normalen Wochentag.
Wie dem auch sei. Heute kam mir dieser verkaufsoffene Feiertag mal ganz gelegen, weil die liebe Berit
am Montag nach Baden-Württemberg umzieht und wir uns somit nicht mehr so oft sehen können. Wir haben uns heute also zum Einkaufen verabredet. Sozusagen als Abschiedsbummeln. Es war zwar kalt, windig und geregnet hats natürlich auch, aber es hat Spaß gemacht. Am längsten waren wir (Abgesehen vom Kuchenessen) wohl in meiner Lieblingsbuchhandlung. Ergattert hab ich zwei Bücher, eigentlich drei, aber das dritte Buch, Der Junge im gestreiften Pyjama hab ich Berit für die lange Zugfahrt gekauft und sie hat mir die ersten drei Bände der Zetsuai Manga Reihe von Minami Ozaki geschenkt.
Mein Lieblingsmanga.
Cupido von Jilliane Hoffman
Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet …
C. J. ist Staatsanwältin in Miami, und sie ist ein As. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird. Weil C. J. die Beste ist, betraut man sie mit der Anklage. Aber als ihr der Mann vorgeführt wird, den sie im Polizeijargon Cupido nennen, ist sie wie gelähmt. Es besteht kein Zweifel: ihr gegenüber sitzt der Mann, der sie vor 12 Jahren eine ganze, entsetzliche Nacht lang gefoltert und vergewaltigt hat. Wider alle Vernunft will C. J. nur eins: Vergeltung. Dabei vergisst sie, dass Rache auch blind machen kann. Blind gegenüber der tödlichen Gefahr, die für sie von Cupido noch immer ausgeht …
ISBN: 978-3499239663
Blutsbrüder von Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn
Liberia soll seine neue Heimat sein. Was erwartet den achtjährigen Michael in dem fremden Land, wo seine Eltern als Missionare arbeiten? Kurz nach seiner Ankunft trifft er den afrikanischen Jungen Ben. Auf Anhieb verstehen sie sich blind. Als der Bürgerkrieg ausbricht, muss Michael zurück nach Deutschland. Was geschieht mit dieser einzigartigen Freundschaft, wenn einer sicher aufwächst – und der andere mit ansehen muss, wie die eigene Familie grausam ermordet wird?
ISBN: 978-3404616565
Cupido wurde mir schon einige Male empfohlen und jetzt hab ich es mir endlich mal gegönnt und Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn waren diese Woche bei Stern TV zu Gast und haben ihre Geschichte und ihr Buch vorgestellt. Fand ich sehr interessant und bewegend und ich möchte das Buch unglaublich gerne lesen. Es lag da halt so rum, also hab ich es einfach mal mitgenommen
Ich hatte wirklich einen schönen Tag heute. Gleich werd ich mich in meiner neuen Gemütlichhose aufs Sofa setzen und Die Buddenbrooks gucken und auf meine Pizza von Franco warten und dann werd ich die ganze Nacht lesen
Traurig ist natürlich schon, dass Berit nun erstmal weg ist, aber sie hat mir versichert, dass sie an Weihnachten wieder herkommt und dann werden wir wieder was feines unternehmen
Ich freu mich schon drauf, Berit
Ich lese: Kein Land für alte Männer
Kein Land für alte Männer von Cormac McCarthy
Bei einem morgendlichen Ausflug in die texanische Wüste findet Hobbyjäger Llewelyn Moss eine gespenstische Szene vor: mehrere Leichen, Heroin und am Ende einer Blutspur einen Koffer mit 2,4 Millionen Dollar. Er behält das Geld und gerät so selbst ins Visier des eiskalten Killers Chigurh. Doch genau wie der alte Sheriff Bells ist Moss dieser Form von Gewalt und Grauen nicht gewachsen.
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Nach McCarthys Die Straße lese ich nun direkt danach Kein Land für alte Männer. Die Straße habe ich ja in einem Tag verschlungen, dieses Buch lese ich jetzt schon ein paar Tage. Liegt wohl daran, dass ich die Geschichte ja durch den Film schon kenne und ausserdem habe ich noch zwei Leseexemplare hier liegen, die auch noch dringend gelesen werden müssen.Trotzdem muss ich sagen, dass Kein Land für alte Männer wirklich sehr gut ist.
Der erste Satz:
Einen Jungen hab ich in die Gaskammer von Huntsville geschickt.
Cormac McCarthy – Die Straße

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Originaltitel: The Road
Genre: Erzählung, Drama
Reihe: / Band: /
Auflage: 2. Auflage
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2008
Seiten: 252 Seiten
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499246005
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Inhalt: Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Sie haben nur noch ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Ihre Geschichte ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.
Rezension: Cormac McCarthy habe ich durch die Buchverfilmung zu seinem Buch Kein Land für alte Männer kennengelernt. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, aber da das Taschenbuch erst eine Wochen später erschien und ich ja grundsätzlich ungeduldig bin wollte ich mir einen McCarthy zum Einsteigen besorgen und entschied mich glücklicherweise für Die Straße.
Das Buch ist unglaublich dunkel und liegt dem Leser schwer im Magen, auch wenn es eigentlich nichts anderes ist als jeder andere Endzeitroman. Allerdings ist Die Straße nicht die Geschichte eines Mannes und seinem Sohn, die versuchen in einer zerstörten Welt zu überleben. Das Überleben ist auf dem zweiten Blick nebensächlich. Es geht viel mehr um einen Mann, der aus Liebe zu seinem Sohn mit ihm zusammen diese ausweglose Situation übersteht, um ihn irgendwo in Sicherheit zu bringen, damit er ein glückliches Leben führen kann, denn sein Sohn hat die Welt nie anders kennengelernt als dunkel, kalt und verbrannt. Er ist mit Hunger und Angst aufgewachsen und mit den Leichen, die ihnen auf ihrem Weg an die Küste tagtäglich begegnen.
Die Straße ist sehr realitätsnahe geschrieben. Ich sage immer wieder: Wenn die Welt untergeht, drehen die Leute durch, bringen sich gegenseitig um und werden sich sicher auch gegenseitig fressen. Da kann man sich jetzt noch so zivilisiert benehmen, spätestens in einer solchen Situation wird die Menschheit verrückt werden, auch, wenn dann die Zusammenarbeit eine bessere Möglichkeit wäre.
Der Mann und sein Sohn beschäftigen sich mehr damit nach Nahrung und Unterschlupf zu suchen, als das sie anderen Menschen begegnen. Manchmal, als ich das Buch las dachte ich: “Jetzt sind sie an dem Punkt angelangt, an dem sie die einzigen Menschen auf diesem Planeten sind”. Ihr Ziel ist die Küste und das scheint am Anfang ein gutes Ziel zu sein, aber nach kurzer Zeit habe ich mich gefragt, was sie tun sollen, wenn sie an der Küste sind. Wird da nicht genau so wenig sein wie überall sonst? Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und lässt einen bitteren Geschmack zurück, wenn man es zuschlägt.
McCarthys Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. In diesem Buch fehlen Anfphrungszeichen bei Wörtlicher Rede komplett und Kapitel sehlen auch gänzlich. Man gewöhnt sich an die “weniger-ist-mehr”-Schreibweise des Autors und diese karge Sprache passt perfekt in die Stimmung des Buches.
Die Straße wurde übrigens verfilmt und erscheint noch diesen Monat in Amerika in den Kinos, mit Viggo Mortensen als Vater und Kodi Smit-McPhee als Sohn. Wann er hier in Deutschland ins Kino kommt weiss ich nicht. Ich hoffe allerdings, dass das bald sein wird.
Die Straße ist ein verdammt gutes Buch und wenn ich das so beurteilen darf, dann hat Cormac McCarthy für diesen Roman auf alle Fälle zurecht den Pulitzer Preis gewonnen. Wer also etwas hervorragendes lesen möchte, das zum Nachdenken anregt, dann ist Die Straße sehr perfekt.Von mir gibt es auf alle Fälle 5 von 5 Sternis und ich bin schon tierisch gespannt auf Kein Land für alte Männer, das bereits hier neben mir liegt.
Nina [libromanie]:
Ich wünsch dir

