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» Gestatten: Mein Samstag Abend  

Geschrieben von Sally am Samstag, 5 Dezember, 2009 | 320 views. | 2 Kommentare

Ich bin ja eigentlich eher so der häusliche Typ. Ich liebe Samstag Abende an denen ich zuhause im Warmen sitzen kann, ein Buch lese, oder einen Film gucke. Auf diesen ganzen Stress, den man hat, wenn man auf andere Menschen trifft kann ich gut verzichten. Diesen Samstag wollte ich aber mal wieder raus, weil ich im Moment nicht weiss, was ich lesen soll und einen geeigneten Film habe ich auch gerade nicht zur Hand.
Diesen Samstag war übrigens wieder sogenanntes Mitternachtsshopping. Eine “ausgeklügelte” Idee der Werbegemeinschaft Leer. Die finden es ganz toll ihre Geschäfte von morgens 9:00 bis Nachts 00:00 zu öffnen um möglichst viel Umsatz zu machen. Ist den Sesselfurzern dabei egal, ob ihre Angestellten Familie haben und auch gerne den Samstag Abend für sich hätten. Mehr Umsatz machen die übrigens auch nicht. Die Leute gehen zwar rein, aber sie kaufen nichts, wie lungern lieber auf dem Weihnachtsmarkt vor der Tür rum. Von den Werbegemeinschafts Futzis habe ich übrigens niemanden in ihren Läden gesehen. Nee, die sitzen alle zuhause und stecken ihre Köpfe in den Ofen oder kippen einen Glühwein nach dem Anderen auf dem Weihnachtsmarkt während ihre Sklaven für sie schuften.
Nun aber: Mein Samstag:

  • Ich bin auf dem Kopfsteinpflaster mit meinem Schuh umgeknickt und habe mir den Absatz gebrochen… Wie es das Schicksal aber so will stand ich zufälliger Weise genau vor Deichmann…man kann sich ja denken, was ich da gemacht habe.
  • Neu beschuht habe ich mir bei meiner Mutter (Die heute übrigens auch bis 00:00 Uhr arbeiten muss) Beschimpfungen über die Werbegemeinschaft und die Kunden abgeholt.
  • Bin bei New Yorker volles Programm mit meinem 8cm Absatz auf einem Kassenbon ausgerutscht, der ungesehen auf dem glatten Boden lag. Nochmal Bein verknickt und das Knie den Boden knutschen lassen. Und da ist das Unmögliche passiert. Es kam doch tatsächlich ein junger Mann zu mir und fragte ob alles in Ordnung sei und ob er mir helfen könne. Ich dachte Manieren wären out.
  • Das Kino war voll und Saal 3 in dem New Moon lief erst recht. Also setzte ich mich neben die Jacke einer jungen Frau, die mich prompt fragte, ob sich auf dem bejackten Stuhl auch noch jemand hinsetzen würde, dann würde sie nämlich die Jacke wegnehmen (Schon wieder solche Freundlichkeit… *052* ). Ich sagte ihr, nein, ich wäre alleine gekommen, weil ich niemanden bewegen konnte mit mir diesen Film zu sehen, worauf sie über ihren Freund schimpfte, der auch nicht mit ihr kommen wollte. Zu Recht muss ich sagen…ich bin froh, dass ich meinem Freund das erspart habe.
  • Die drei Männer, die vor mir saßen und doch von ihren Frauen gezwungen wurden den Film zu sehen haben die ganze Zeit bei den dämlichen Szenen gelacht und haben mich Gott sei Dank wach gehalten und mich belustigt, sonst wäre ich so weggepennt. Von einer deren Frauen hat man des Öfteren ein empörtes: “Harald! Sei ruhig jetzt” gehört. Den allergrößten Lachkrampf hatten sich übrigens als Edward sein Hemd auszog. Sie betitelten ihn als “milchblassen Knilch” *039* .
  • Die dickere Frau eine Reihe neben mit hatte nach Ende des Films 3 leere Schalen der großen Portion Nachos vor sich liegen *058* Uhiuhiuhi.
  • Ein Besoffener hat vor mir seinen noch besoffeneren Kumpel mit Schwung in eines der Beete in der Innenstadt segeln lassen. Voll in die Blumen.
  • Und weil alle so nett waren, brachte ich meiner Mutter Mandeln und einer Freundin eine Zuckerstange mit, die auch bis 00:00 arbeiten muss *016* (Die waren übrigens auch alle ordentlich beschwippst… jemand hatte Sekt mitgebracht. Nüchtern kann man diesen Mitternachtsshopping Quatsch als Angestellter wohl echt nicht aushalten)

von Sally am Samstag, 5 Dezember, 2009 um 23:52 Uhr

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